Bundesforschungsministerium fördert die Erkennung und Aufklärung von IT-Sicherheitsvorfällen

Immer mehr Unternehmen sind von Cyberangriffen betroffen. Das Bundesforschungsministerium fördert deswegen die Erforschung von innovativen Erkennungs- und Aufklärungsmethoden.

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Allein in der deutschen Wirtschaft verursacht Computerkriminalität jährlich Schäden von mehr als 10 Milliarden Euro. Cyberspionage verursacht sogar jährliche Schäden von ca. 50 Milliarden Euro. Eine Absicherung der IT-Systeme gegen Cyberangriffe und Cyberspionage ist daher für die Wirtschaft und Gesellschaft entscheidend, um die Fortschritte und Chancen der Digitalisierung nutzen zu können. Bisherige Lösungen sind nicht in der Lage, einen ausreichenden Schutz der IT-Systeme zu gewährleisten.

Deswegen wird das Bundesforschungsministerium mit der am 12. März 2015 im Bundesanzeiger veröffentlichten Bekanntmachung „Erkennung und Aufklärung von IT-Sicherheitsvorfällen" die Erforschung von innovativen Erkennungs- und Aufklärungsmethoden fördern. Die Frist für die Skizzeneinreichung läuft am 05. Juni 2015 ab.

Durch die Förderung sollen Verfahren geschaffen werden, die auf der einen Seite mit innovativen forensischen Aufklärungsmethoden Angriffsszenarien untersuchen und die digitalen Spuren eines Angriffs in Übereinstimmung mit dem Datenschutzrecht erfassen, analysieren und auswerten. Auf der anderen Seite sollen mit diesen Erkenntnissen neue Möglichkeiten erforscht werden, wie solche Angriffe schon im Vorfeld in Echtzeit erkannt und verhindert werden können.

Am 27. April 2015 findet dazu ein Informationstag in Berlin statt, auf dem der Inhalt der Bekanntmachung sowie die Prozesse und Verfahren zur Antragstellung erläutert werden. Interessierte können dabei Kontakte zu möglichen Partnern für ein gemeinsames Verbundprojekt aufbauen.

Die Förderung erfolgt unter dem Dach des Forschungsrahmenprogramms der Bundesregierung zur IT-Sicherheit „Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt 2015-2020“.