Mehr Sicherheit beim Teilen von personenbezogenen Daten

BMBF fördert Forschung zu Anonymisierungstechnologien für eine sichere Datennutzung mit bis zu 75 Millionen Euro

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiiert mit einer aktuell veröffentlichten Förderrichtlinie die Gründung eines „Forschungsnetzwerks Anonymisierung für eine sichere Datennutzung“. Kernaufgabe des mit bis zu 75 Millionen Euro geförderten Forschungsnetzwerks wird die umfassende Erforschung von Technologien, Verfahren und Methoden zur Anonymisierung bzw. Depersonalisierung personenbeziehbarer Daten sowie die Entwicklung und Erprobung dazugehöriger Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Am  12. Januar 2022 findet hierzu eine Informationsveranstaltung statt.

Digitale Vernetzung von Geschäftsleuten als Konzept
© Adobe Stock / Robert Kneschke

Das Spannungsfeld zwischen Datennutzung und Datenschutz führt aktuell dazu, dass das Potenzial der Digitalisierung und darauf aufbauender Anwendungen, Dienste und Geschäftsmodelle in Deutschland noch nicht umfassend genutzt wird. Abhilfe versprechen hier insbesondere technische Lösungen der Depersonalisierung und Anonymisierung, die einen missbrauchs- und rechtssicheren Datenschutz gewährleisten und das Teilen von Daten vereinfachen und befördern. Mit der Gründung des Forschungsnetzwerks beabsichtigt das BMBF, die Verfügbarkeit von Daten zu erhöhen und die Potenziale der Digitalisierung in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft stärker zu nutzen.

Hintergrund

Datenbasierte bzw. datengetriebene Dienstleistungen und Geschäftsmodelle müssen sicher sein und höchsten Ansprüchen an Datenschutz und Privatheit gerecht werden. Gleichzeitig nehmen Cyberangriffe zu. Das BMBF fördert deshalb die IT-Sicherheitsforschung für ein sicheres Leben in der digitalen Welt. Ein wichtiges Ziel der Förderung ist es, auch in der Zukunft ein digitalisiertes Leben auf Basis von Vertrauen und Sicherheit zu ermöglichen. Forschung für IT-Sicherheit und Privatheit in der digitalen Welt ist hierfür der Schlüssel. Denn eigenes Wissen und eigene Fähigkeiten sind für die Souveränität Deutschlands und Europas unverzichtbar. Forschung und deren wirkungsvoller Transfer in die Praxis bauen die Kompetenzen auf, die in einer digitalen Welt geprägt von globalisierten Wertschöpfungsketten, Plattformökonomie und Netzwerkeffekten dringend notwendig sind. Die Fördermaßnahme ist Teil des Forschungsrahmenprogramms zur IT-Sicherheit „Digital. Sicher. Souverän.“