AI-NET-ANTILLAS

Automatisierte Telekommunikationsinfrastruktur mit intelligenten autonomen Systemen

Frau benutzt das Telefon in einem selbstfahrenden Kraftfahrzeug
Eine automatisierte Telekommunikationsinfrastruktur ermöglicht Zukunftstechnologien wie teleoperiertes und vernetztes Fahren. © Adobe Stock/ metamorworks

Motivation

Die Digitalisierung schreitet in allen Bereichen der heutigen Gesellschaft stark voran. Dabei werden Entwicklungen wie intelligente Städte, ein automatisiertes Verkehrswesen, Robotik und die Industrie 4.0 einen bedeutenden Einfluss auf das Leben der Menschen haben. Eine zukunftsorientierte Kommunikationsinfrastruktur, die überall verfügbar, nachhaltig skalierbar und allzeit sicher ist, ist die Basis, um die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft erfolgreich vorantreiben zu können. Eine umfassende Netzwerkautomatisierung ist eine unabdingbare Voraussetzung für die effiziente Nutzung einer solchen Netzinfrastruktur. Sie ist auch der Hebel, um eine Vielzahl neuer digitaler Dienste und Anwendungen zu ermöglichen, von denen wir uns viele heute noch gar nicht vorstellen können. AI-NET (Accelerating Digital Transformation in Europe by Intelligent NETwork Automation) bringt drei Technologiefelder zusammen: Kommunikationsnetze und -technologien für 5G und perspektivisch 6G, nutzungsnahe Rechenzentren sowie Künstliche Intelligenz (KI). Unter dem Dach des industriegeführten Projekts AI-NET haben Forschende aus sieben europäischen Ländern in drei Teilverbünden zusammengefunden, um neuartige Lösungen für die Automatisierung von optischen Kommunikationsnetzen zu erforschen und zur Anwendungsreife zu bringen.

Ziele und Vorgehen

Im Verbundprojekt AI-NET-ANTILLAS (Automated Network Telecom Infrastructure with inteLLigent Autonomous Systems) wird eine Architektur für Telekommunikationsnetzwerke entwickelt, die dazu in der Lage ist, dynamisch verändernde Datenströme selbstständig zu steuern. Um diese Infrastrukturen für Anwendungsszenarien in der Industrie 4.0 sowie im teleoperierten und vernetzten Fahren zu optimieren, konstruieren die Forschenden intelligente Netzwerkgeräte und bilden Systemkomponenten für eine vereinfachte Konfiguration virtuell nach. Anhand von konkreten sicherheitskritischen Anwendungsfällen evaluieren und verbessern die Projektpartner dabei die Netzinfrastruktur. Dadurch lässt sich beispielsweise ein stabiles und sicheres Fahren von autonomen Verkehrsmitteln durch eine latenz- und sicherheitsoptimierte Telekommunikationsinfrastruktur gewährleisten. Den Schutz von Betriebs- und Nutzungsdaten haben die Forschenden dabei besonders im Blick.

Innovationen und Perspektiven

Telekommunikationssysteme werden immer vielfältiger und der Datenverkehr nimmt rasant zu. Ein Beispiel hierfür ist teleoperiertes und vernetztes Fahren, wofür hohe Bandbreiten und kurze Signallaufzeiten unerlässlich sind. Die bisherige Infrastruktur gerät dadurch an ihre Grenzen. Automatisierte und flexible Kommunikationslösungen müssen daher entwickelt werden. Die Lösungen für die künftige Telekommunikationsinfrastruktur bergen ein hohes Potential, Netzressourcen effizienter zu nutzen und den Energieverbrauch zu reduzieren. Die Forschenden denken dabei Sicherheit, Datenschutz und Verlässlichkeit von Anfang an mit und schaffen somit ein hohes Vertrauen und Akzeptanz bei Bürgerinnen und Bürgern. Das Verbundprojekt AI-NET-ANTILLAS trägt durch seine Neuentwicklungen insgesamt dazu bei, Deutschland eine technologische Schlüsselposition zu sichern.

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