BZKI

Bearbeitung übergeordneter Fragestellungen zur drahtlosen Kommunikation in der Industrie

Roboterarm und Tablet
Zuverlässige, latenzarme und sichere drahtlose Kommunikation in der Industrie. © iWorkAlone/fotolia (Roboterarm), bloomua/fotolia (iPad); Bildkomposition: VDE|DKE

Motivation

Moderne Fertigungsprozesse in der Industrie erfordern eine zuverlässige Steuerung immer variablerer Produktionsschritte. Mit Hilfe von drahtloser Kommunikation können die verschiedenen Geräte der komplexen und heterogenen Herstellungskette einfacher und flexibler miteinander vernetzt werden. Allerdings sind die Anforderungen an diese Funklösungen sehr hoch. Die Arbeiten im Forschungsschwerpunkt "Zuverlässige drahtlose Kommunikation in der Industrie - ZDKI" umfassen eine Vielfalt an Projektpartnern und Lösungsansätzen. Dabei muss sichergestellt werden, dass Synergien bei den wissenschaftlichen Arbeiten aufgezeigt und einfach zu implementierende Lösungen entwickelt werden, die u.a. von mittelständischen Unternehmen eingesetzt werden können. Darüber hinaus soll durch diese neuen Technologien die Rolle deutscher Unternehmen im internationalen Wettbewerb im Bereich Industrie 4.0 gesichert und weiter ausgebaut werden.

Ziele und Vorgehen

Die wissenschaftliche Begleitforschung zum Forschungsschwerpunkt Zuverlässige drahtlose Kommunikation in der Industrie (BZKI) hat sich zum Ziel gesetzt, übergeordnete Fragestellungen zur drahtlosen Kommunikation in der Industrie zu bearbeiten. Anforderungen aus den Anwendungsfeldern sollen harmonisiert und die Entwicklung standardisierter Lösungen und damit die Schaffung attraktiver Verwertungsoptionen, insbesondere auch für kleine und mittlere Unternehmen, vorangetrieben werden. Die Begleitforschung stärkt die Zusammenarbeit der Verbundvorhaben um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der deutschen Unternehmen bei der Festlegung von Standards berücksichtigt werden. Mit Unterstützung der einzelnen Verbundvorhaben werden die Arbeiten und Ergebnisse aufbereitet und zielgerichtet in die relevanten nationalen und internationalen Normierungsgremien eingebracht. Auch gilt es die Abstimmung und Offenlegung von Schnittstellen und die Sicherstellung der Interoperabilität der einzelnen Lösungen zu unterstützen. Hierzu sollen Aktivitäten wie Fachgruppen für die Bearbeitung dieser Themen und zur Verbreitung der Forschungsergebnisse organisiert und moderiert werden und die Bildung einer interdisziplinären Fachcommunity unterstützt werden. Für den Informationsaustausch des Forschungsschwerpunkts wird beispielsweise eine Internetplattform aufgebaut, auf der alle Forschungsvorhaben vertreten sein werden. 

Innvationen und Perspektiven

Für die Realisierung von Industrie 4.0 spielt die industrielle Funkkommunikation eine zentrale Rolle. Die Begleitforschung hält daher über den verantwortlichen Arbeitskreis „Konzept Normung zu Industrie 4.0“ engen Kontakt zur Plattform Industrie 4.0. Es sollen innovative Lösungen für industrielle Anwendungsbereiche mit bisher noch nicht erreichbaren Zeit- und Zuverlässigkeitseigenschaften bereitgestellt werden. Ein enger Austausch mit Anwendern aus der industriellen Produktion stellt sicher, dass die erarbeiteten Lösungen an die tatsächlichen Bedarfe in der Praxis angepasst sind.